Schutzmöglichkeiten für Reisebüros vor Wechselkursrisiken- welche Möglichkeiten gibt es?

11 Februar 2020

Weil der Zugang zu qualitativen Finanzdienstleistungen kein Privileg für große Konzerne ist, sind Fintech-Anbieter die – zuweilen verkannten – Partner der Tourismusbranche. Ist Innovation immer der beste Verbündete für Ihren Deckungsbeitrag?

 

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Das Wechselkursrisiko, eine nicht zu unterschätzende Bedrohung

Als Manager oder Eigentümer von unabhängigen Reisebüros müssen Sie vielfältige Zahlungen in unterschiedlichen Währungen an Ihre jeweiligen ausländischen Zahlungsempfänger leisten und sehen sich somit beständig dem Risiko schwankender Wechselkurse ausgesetzt.
Denn wie bei vielen Kleinstbetriebe und KMU gibt es auch bei Ihnen keinen Spezialisten für das Devisengeschäft. Also kümmern Sie sich selbst darum, obwohl Sie selbst außerhalb der Hauptsaison kaum Zeit für diese wichtige Frage haben, weil sich der Tourismusmarkt in den letzten 20 Jahren massiv verändert hat und deutlich wettbewerbsintensiver geworden ist.
Um Ihre Zahlungen in Fremdwährungen als Kassageschäft abzuwickeln, wenden Sie sich also an Ihre Bank. Die Bank erhebt dafür sehr hohe Wechselgebühren und bietet Ihnen nicht unbedingt Lösungen zur Absicherung des Wechselkursrisikos an. Durch Beauftragung eines Zahlungsdiensteanbieters können Sie nicht nur Ihre Wechselgebühren reduzieren (in Höhe von 70 %), sondern auch Ihren Deckungsbeitrag absichern.

Für welchen Partner entscheiden Sie sich: die Bank oder den Zahlungsdiensteanbieter?

Das Ende des Bankenmonopols

In der Vergangenheit sind Devisengeschäfte von Banken und Maklern abgewickelt worden, allerdings wurde das Monopol der Banken auf Konten und Zahlungen durch zwei Richtlinien der Europäischen Union abgeschafft, nämlich mithilfe der PSD1 im Jahr 2009 und der PSD2 im Jahr 2018.
Daraus folgt konkret, dass Sie zukünftig Ihre Bankkonten synchronisieren und einsehen können, aber auch Zahlungen (in Euro oder Fremdwährungen) über externe Service-Plattformen veranlassen können.

Undurchsichtige und hohe Kosten beim Geldwechsel in Ihrer Bank

Aus verschiedenen Gründen sind die von Ihrer Bank für Devisengeschäfte berechnete Kosten um bis zu 70 % höher als die Kosten, die ein Zahlungsdiensteanbieter für die gleichen Geschäfte berechnet.
Zunächst berechnen die Banken, anders als Zahlungsdiensteanbieter eine Umtauschgebühr. Ferner haben Sie als KMU keinen Zugang zu deren Handelsraum und können daher nicht von Echtzeitkursen profitieren. Die für Ihre Geschäfte verwendeten Wechselkurse sind marktunabhängig und die verwendeten Margen, die auch als Spreads bezeichnet werden, sind exorbitant. Unter dem Begriff spread versteht man die Spanne zwischen dem Interbankenkurs (also dem Kurs, zu dem die Bank die Devisen kauft) und dem Kurs, den Sie von der Bank angeboten bekommen.
So ist das System letztendlich ziemlich undurchsichtig. Wenn Sie Ihrer Bank den Auftrag erteilen, Ihren Zulieferer in seiner Landeswährung zu bezahlen, wissen Sie nicht, wann die Zahlung veranlasst wird, und folglich auch nicht, zu welchem Wechselkurs die Zahlung stattfindet bzw. mit welcher Marge Ihre Bank arbeitet. Die tatsächlichen Kosten für die Überweisung erfahren Sie immer erst hinterher. Und wegen dieses Umstands empfiehlt es sich, einen Blick auf die Alternativen zu werfen, die im Bereich Fintech angeboten werden.

Die Dienstleistungen eines spezialisierten Zahlungsdiensteanbieters

  • Zahlungsdiensteanbieter arbeiten mit einem Wechselkurs in Echtzeit, der sehr viel näher am Interbankenkurs und damit günstiger ist.

  • Im Allgemeinen erheben sie keine Umtauschgebühren und sind daher bei gleichen Wechselkursen wettbewerbsfähiger als Ihre Bank.

  • Die Kosten für die Transaktion sind festgelegt und geringer als die von Ihrer Bank berechneten Kosten.

  • Und die dortigen Experten für Devisengeschäfte sind in der Lage, Sie in Sachen Zahlungen und Devisen sowie im Hinblick auf Absicherungslösungen zu begleiten.

Die Besonderheiten von iBanFirst

Während es bei den Konkurrenten lediglich Poolkonten gibt, von denen die Qualität der Zahlungsabwicklung beeinflusst wird, bekommen Sie bei iBanFirst Devisenkonten in Ihrem Namen, die eine vollständige Rückverfolgbarkeit der Vorgänge garantieren. Bei anderen Anbietern werden die Gelder durch einfache Bankreferenzen identifiziert und über Konten geleitet, die nicht dem Auftraggeber gehören. Die auf Ihren Namen lautenden Konten bei iBanFirst werden bei unserem Partner, der ING, geführt und garantieren die Sicherheit Ihrer Gelder.

Durch die Einschaltung eines spezialisierten Zahlungsdiensteanbieters können Sie die Verwaltung Ihrer Devisenströme vereinfachen und im Vergleich zu Ihren aktuellen Umtauschkosten bis zu 70 % Gebühren sparen. Außerdem haben Sie dank der Absicherungslösungen die Möglichkeit, den Wechselkurs für Ihre zukünftigen Vorgänge festzulegen.

Die Grenzen des Kassageschäfts

Das von Ihrer Bank am häufigsten angebotene Devisengeschäft ist das Kassageschäft oder der Spot-Handel, der mit einer Frist von maximal 2 Bankarbeitstagen abgewickelt wird. Damit sind Sie dem Wechselkursrisiko ausgesetzt. Wenn Sie diese Form des Devisengeschäfts nutzen, können die Kurse für die lokalen Währungen Ihrer Incoming-Agenturen (DMC) und Partner im Vergleich zum Euro steigen, zumal zwischen einer Anzahlung und der finalen Begleichung des Saldos mehrere Monate liegen können.

Mithilfe von Absicherungsprodukten können Sie sich vor diesen Risiken schützen. Dabei werden die Wechselkurse für Ihre zukünftigen Transaktionen festgelegt oder eingeschränkt, so dass Ihr Deckungsbeitrag vor dem Wechselkursrisiko geschützt ist. Es handelt sich dabei um Devisentermingeschäfte, flexible Devisentermingeschäfte oder dynamische Devisentermingeschäfte. Vor dem Hintergrund der Vielfalt verfügbarer Absicherungsinstrumente und der Notwendigkeit, sie in Abhängigkeit Ihres jeweiligen Wechselkursrisikos zu bemessen, ist die Entscheidung für den richtigen Partner von zentraler Bedeutung.

iBanFirst, der Partner für die Tourismusbranche

Léa Haran ist die Spezialistin von iBanFirst für den Tourismus und stellt Ihnen die Vorteile der Lösung vor. Das bietet iBanFirst ihren Reisebüro-Kunden:

„Um Ihre Empfänger in lokaler Währung bezahlen zu können, eröffnen unsere Reisebüro-Kunden die entsprechenden Devisenkonten im eigenen Namen. Auf diese Weise haben Sie die Möglichkeit, rund um die Uhr Zahlungen in 240 Länder der Welt zu veranlassen. Sie profitieren ferner von sehr wettbewerbsfähigen Wechselkursen, die in Echtzeit notiert sind. Dank unserer Absicherungslösungen (Devisentermingeschäfte, flexible Devisentermingeschäfte und dynamische Devisentermingeschäfte) können die Reisebüros ihre Katalogpreise festlegen, ohne dass sich Gedanken über Wechselkursschwankungen machen müssen. Zu guter Letzt steht Ihnen ein Experten-Team für das Devisengeschäft und die persönliche Betreuung durch einen festen Kundenberater zur Verfügung, um mit ihnen gemeinsam eine passgenaue Strategie zu entwickeln. Dieses spezielle Angebot für Reisebüros ist Teil unseres Angebotskatalogs für die Tourismusbranche und entspricht auch den spezifischen Bedürfnissen von Reiseveranstaltern (RV) und Incoming-Agenturen (DMC), die in Frankreich Geschäfte machen wollen.“ 

Dank modernster Technologie versetzt iBanFirst Sie in die Lage, bei sämtlichen Aspekten rund um internationale Transaktionen sofort und spürbar Zeit und Geld zu sparen. Sie bekommen die vollständige Kontrolle über den gesamten Prozess zurück, während unzuverlässige Bankdienstleistungen zu verspäteten Zahlungen führen, die Ihren Zulieferern und Partnern schaden.

In der Regel gehört das Management von Wechselkursrisiken zu den Aufgaben der Handelsräume internationaler Banken. iBanFirst hat leistungsfähige und flexible Lösungen zur Wechselkurssicherung entwickelt, die auch KMU leicht zugänglich sind. Sie werden über ein einziges, modernes und effektives Web-Interface für Zahlungen und Umtauschgeschäfte aktiviert und genutzt.

„Eine persönliche Betreuung“

„Ich leite ein Reisebüro, das auf Sport-Tourismus spezialisiert ist. Ich habe mich vor einem Jahr an iBanFirst gewandt, um meine internationalen Zahlungen zu vereinfachen. Die Gebührenordnung meiner Bank war unübersichtlich, und ich wollte vorher wissen, wie teuer eine Transaktion ist. Einerseits hat die Lösung von iBanFirst diesen Anforderungen von Anfang an entsprochen, andererseits konnte ich mein Wechselkursrisiko dank des Sachverstands von Lea (Anm. d. R.: meiner Kundenberaterin) zum Thema Devisengeschäfte und der persönlichen Betreuung besser bewerten und eine für mein Geschäft geeignete Strategie zur Umsetzung definieren. Inzwischen biete ich meinen Kunden feste Katalogpreise an, ohne mir über die Entwicklung von Devisenkursen Gedanken machen zu müssen. Mein Deckungsbeitrag ist gesichert und der Fortbestand meines Unternehmens auch. Nicht zuletzt gefällt mir die Benutzerfreundlichkeit der iBanFirst-Plattform mit der Übersicht zu allen meinen Zahlungs- und Absicherungsvorgängen, die sich auch sehr schnell in meine Buchhaltungssoftware integrieren lässt.“ 

Wenn auch Sie Ihre Devisengeschäfte optimieren möchten, steht Ihnen unsere Kundenberaterin für die Tourismusbranche gerne mit weiteren Informationen zur Verfügung.